14. September: Tag des Offenen Denkmals auf der Hornisgrinde und in Althengstett


Auf zwei Veranstaltungen am Tag des Offenen Denkmals möchten wir besonders hinweisen:

Hornisgrinde

hornisgrinde

Eine wechselvolle deutsch-französische Militärgeschichte erlebte im 20. Jahrhundert die Hornisgrinde, die auch lange nach dem 2. Weltkrieg noch einen französischen Militärstützpunkt beherbergte. Leider ging zunächst mit der französischen Nutzung und dann mit dem Abzug der Franzosen jeweils eine teilweise Zerstörung geschichtsträchtiger Bauten einher. Doch noch immer sind Reste der Luftverteidigungszone (LVZ) West und der französischen Nutzung erhalten. Der französische Kommandobunker kann besichtigt werden, Führungen und ein Treffen historischer Fahrzeuge runden den Tag auf der Hornisgrinde ab. Der Bunker ist von 10.00 Uhr – 17.00 Uhr geöffnet.

Althengstett

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Eine umfangreiche Führung zu Orten, die einen Bezug zur Zeit von 1933 – 45 haben bietet die Gemeinde Althengstett an. Wir freuen uns, einen Beitrag zu diesem Programm geleistet zu haben und sind mit den Organisatoren weiterhin in Kontakt um die regionale Geschichte weiter aufzuarbeiten.

Unter dem Motto „2014 in Althengstett: 1933 – 1945“ wird eine 4,5 km lange Wanderung zu 10 Stationen angeboten, an der Interessierte entweder komplett oder teilweise teilnehmen können. Althengstett verfügt noch heute über gut erhaltene Bauten der Luftverteidigungszone (LVZ) West. Gegen Kriegsende war der Forsttunnel war als Produktionsstätte der Firma Daimler-Benz vorgesehen. Zwischen Aufrüstung, „Euthanasie“, Krieg, Zwangsarbeit und Zusammenbruch spannt sich thematisch der Bogen dieser bemerkenswerten historischen Wanderung.

Das Programm:

Treffpunkt am Bahnhof Althengstett um 14.30 Uhr

14.30 Uhr: Station 1. Begrüßung am Bahnhof Althengstett mit Geschichte des Forsttunnels.

Station2. Gottlieb-Braun-Straße: Flakhalle, Luftverteidigungszone West (LVZ West)

15.00 Uhr: Station 3. 3.1 Im „Unteren Wald“: Anfang der Tragödie: Am 25. August 1939 erfolgte der Einberufungsbefehl in Althengstett.

3.2 Im „Unteren Wald“: 03 .August 1942 Tod für eine Liebe im Dritten Reich. Der Fall Marian Tomczak.

Station 4. Im „Unteren Wald“: ehemaliges Gefangenenlager.

Station 5. Im „Unteren Wald“: Daimler-Halle, geplant 1944 als Verlagerungsbetrieb.

16.40 Uhr: Station 6. Im „Unteren Wald“: Baracken, Waldlager, Munitionsdepot.

Station 7. Im „Unteren Wald“: Straßenbau für Munitionsdepot.

Station 8. „Franzosenhiebe“ (gezeigt an einem Beispiel).

Station 9. Im „Unteren Wald“: Wachgebäude, Einmarsch-Umsturz-Besetzung-Franzosenhiebe-Baumpflanzerin.

Station 10. Parkplatz Sektkellerei Schnaufer: Geheime Reichssache Aktion T 4 – Beispiel: Ottenbronn, 24. September 1940.

Die Gesamtdauer der Führung ist auf ca. 3 Stunden festgelegt. Es wird festes Schuhwerk empfohlen.

Änderung vorbehalten.

Organisation und Vorbereitung der Führung durch den Leiter des Arbeitskreises Herrn Francis Guillaume.

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