Der Kampf um Nußdorf 1945


Hauptstraße nach der Zerstörung. Federzeichnung von W. Hakius. Bis April 1945 war Nußdorf vom Krieg verschont geblieben. In 12 Tagen wurden 309 Gebäude zerstört.

Hauptstraße nach der Zerstörung. Federzeichnung von W. Hakius. Bis April 1945 war Nußdorf vom Krieg verschont geblieben. In 12 Tagen wurden 309 Gebäude zerstört.

Heute vor 70 Jahren endete der Krieg in Nußdorf, im Kreis Vaihingen-Enz. Die Geschichte des Kampfes um das Dorf ist ein Beispiel für die kaum noch nachvollziehbare Logik des Krieges in seinem Endstadium, als fanatische oder einfach nur blind gehorchende deutsche Offiziere ungeachtet der militärischen Lage die Dörfer in der Region zur Front machten, den Tod von Zivilisten billigen in Kauf nahmen oder sogar herbeiführten und eine Spur der Verwüstung hinterließen. Bis zum Februar 1945 hatte Nußdorf den Krieg unbeschadet überstanden. Die 12-tägige Verteidigung durch deutsche Truppen überlebte es nicht.

Auch andere Städte und Gemeinden in der Region wurden in den letzten Kriegswochen noch zur Front.

In Cleebronn hielten deutsche Verbände den französischen Vormarsch einen Tag lang auf. Bevor die deutschen am 08. April abzogen waren 300 Granaten im Ort eingeschlagen.

Vom 02. – 12. April 1945 verwickelten die deutschen Verteidiger amerikanische Truppen inmitten Heilbronns in blutige Häuserkämpfe, bevor sie sich zurückzogen.

Am 13. April endete der Krieg in Lauffen.

In Bietigheim wurde vom 09. bis zum 21. April 1945 gekämpft.

 

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