Langes Bunker-Wochenende


 
Im Rahmen der Langen Nacht der Museen zeigen wir am 02. April den Luftschutzstollen unter der Heilbronner Straße beim Stuttgarter Hauptbahnhof. Die Anlage war bislang noch nie für die Öffentlichkeit zugänglich.

Der Anfang 1939 begonnene Luftschutzstollen war eine der ersten Baumaßnahmen in Stuttgart zur Schaffung von Luftschutzbunkern. Im August 1939 waren die Arbeiten an der Anlage abgeschlossen. Obwohl sie auch zu einem beachtlichen Teil Schutzplätze für die Beschäftigen des Güterbahnhofs bot war die Anlage eine städtische Maßnahme, die wohl auch zum Schutz von Pendlern vor Luftangriffen konzipiert war.

Die Geschichte des Stollens finden Sie hier.
Eine Zusammenfassung unseres Projekts zum Stollen geben wir hier.

Im 2. Weltkrieg gab es in unmittelbarer Nähe des Bahnhofs noch weitere Bunker: Wagenburgtunnel, Hindenburgplatz und für die Bahn-Mitarbeiter die Keller des Bahnhofs selbst sowie den Stollen der Bahndirektion. Im Kalten Krieg entstand schließlich die Mehrzweckanlage HBF, die als ABC-Schutzraum konzipiert war.

Die Anlage ist während der gesamten Langen Nacht der Museen geöffnet (02. April 19.00 Uhr bis 03. April 02.:00 Uhr).

Am 03. April freuen wir uns auf Ihren Besuch im ehemaligen Luftschutzstollen Gaishalde in Bietigheim. Diese Anlage zeigen wir inzwischen seit sieben Jahren.
Der Luftschutzstollen Gaishalde wurde erst im Frühjahr 1944 unter dem Eindruck des intensivierten Luftkriegs und der zusammenbrechenden Fronten der Deutschen Wehrmacht begonnen und war im Dezember 1944 fertig. Er steht für die unter schwierigen Bedingungen und unter hohem Zeitdruck errichteten Luftschutzmaßnahmen der letzten 12 Kriegsmonate. Trotz der späten Fertigstellung hat der Stollen in Bietigheim Menschenleben gerettet und er funktionierte auch als Zufluchtsort, als im April 1945 die Front durch das Stadtgebiet verlief.

Die Anlage ist am Sonntag, 03.04. von 11:00 – 17:00 Uhr geöffnet.

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