01.07. Öffnungstag Stollen Gaishalde und Übergabe des Mahnmals am ehemaligen Durchgangslager in Bietigheim


Am Sonntag, den 1. Juli 2018, findet um 11 Uhr auf dem Bahnhofsplatz in Bietigheim-Bissingen die Übergabe des Mahnmals zur Erinnerung an die Zwangsarbeit in Bietigheim während des Zweiten Weltkriegs statt.

Das Durchgangslager im Laiernwald wurde am 15. März 1942 in Betrieb genommen. Auf einem Gelände von 4,7 Hektar standen 50 Baracken, von dort aus wurden ca. 200.000 Menschen, vor allem aus Osteuropa, als Arbeitssklaven in ganz Südwestdeutschland verteilt. Bietigheim war außerdem der zentrale Ort für Zwangsabtreibungen, mindestens 1000 Zwangsabtreibungen wurden hier vorgenommen.

Zur Mahnmalübergabe erscheint in der Schriftenreihe des Archivs der Stadt BietigheimBissingen die wissenschaftliche Untersuchung von
Christine Sämann „Das Durchgangslager in Bietigheim. Zwangsarbeit im Nationalsozialismus – Bedeutung und Funktionen des Durchgangslagers für ‚ausländische Arbeitskräfte‘ in Bietigheim mit seinen Krankensammellagern in Pleidelsheim und Großsachsenheim“.

Das Buch mit 285 Seiten ist zum Preis von € 25,80 in der Stadtinformation, im Stadtarchiv, im Stadtmuseum Hornmoldhaus und im Buchhandel erhältlich.

Wir haben den ehemaligen Luftschutzstollen Gaishalde parallel ab 11 Uhr geöffnet. Egal, ob Sie gleich zu uns kommen oder nach der Übergabe des Denkmals, wir freuen uns auf Ihren Besuch.

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