Daimlerturm

Am südlichen Rand des Cannstatter Kurparks, unweit der Ecke Wiesbadener- / Freiligrathstrasse steht ein rund 15 Meter hoher Turm oberhalb der Gottlieb-Daimler-Gedächtnisstätte. Daimler hatte ihn 1894 im Garten seiner Villa aus Travertin im damals populären romantisierenden Stil erbauen lassen.

Daimler liebte Höhlen und Türme. So lag es nahe, dass er sich einen eigenen Turm als privaten Rückzugsort bauen ließ. Er bietet eine Aussicht über den Uff-Kirchhof zur Mercedes-Benz-Arena, den Rotenberg, bis zum Rechberg, aber auch teilweise auf die Gleise zwischen Untertürkheim und Münster.

Seine heutige Höhe erhielt der Turm allerdings erst durch eine Aufstockung in den 1930er Jahren. Durch den Umbau wurden allerdings Teile der Wandmalereien an den Innenwänden des Turmes beschädigt. Die Wandbilder gehen höchst wahrscheinlich auf Gottlieb Daimler zurück. Es gilt als wahrscheinlich, dass er die Entwürfe dafür selbst angefertigt hatte. Teilweise wird auch die Ansicht vertreten, er habe die Wandbilder selbst geschaffen, dafür gibt es aber keine belastbaren Belege.

Zu Beginn des 2. Weltkriegs machte sich das Militär den Turm mit seiner Aussicht zu Eigen. Für die Luftwaffe wurde ein hölzernes Gerüst auf das Bauwerk gesetzt, das eine zusätzliche Plattform trug, die sich dadurch in ca. 18 – 19 m Höhe befand. Dass der Turm damit in den Dienst der Fliegerabwehr gestellt wurde ist unstrittig. Über die Funktion des Aufbaus gibt es allerdings unterschiedliche Darstellungen. So soll einer Version zufolge auf die Hölzerne Plattform eine Leichte Flak montiert worden sein. Eine andere Version beschreibt den Aufbau als Aussichtsplattform für einen Flak-Beobachter.

Gegen die erste Variante spricht vor allem die geringe Grundfläche des Turmdachs, auf den der Aufbau gesetzt wurde. Für die üblichen hölzernen Flakstände war diese zu klein. Auf der geringen Fläche hätte auch kaum Munition in Bereitschaft gehalten werden können. Hinzu kommt, dass der enge Treppenaufgang eine Versorgung der Kanone mit Munition ebenfalls beeinträchtigt hätte.

Inzwischen gilt als relativ sicher, dass der Turm nie eine Kanone trug, sondern tatsächlich als Beobachtungsturm diente, der wohl auch die Leichte Flak am Viadukt Münster mit Informationen versorgen sollte.

Der Aufbau und der obere Teil des Turms wurden im Krieg durch Bombentreffer zerstört. Auch die Plattform auf halber Höhe des Turms fiel den Bomben zum Opfer. Sie wurde nicht wieder aufgebaut. Vollständig zerstört wurde die Daimler-Villa, deren Überreste heute zur Gedenkstätte gehören.

Für die Öffentlichkeit ist der Turm nur gelegentlich zugänglich. Da auf die Dachplattform nur eine steile Stiege führt, und der Abschluss mit einer Klapptür versehen ist, kann aus Sicherheitsgründen kein unbegrenzter Publikumsverkehr ermöglicht werden. So beschränkt sich dieser auf gelegentliche Gruppenführungen oder bestimmte Anlässe, wie dem Tag des offenen Denkmals, wo immer nur Kleingruppen mit nach oben genommen werden. Gerade am Tag des offenen Denkmals führt dies zu erheblichen Wartezeiten, die sich jedoch nicht vermeiden lassen. Wer einmal die Möglichkeit hatte, die beengten Räumlichkeiten des Turms zu besichtigen und dann auf Cannstatt herab zu blicken, kann die Sicherheitsbedenken nachvollziehen. Der Ausblick vom Turm allerdings lohnt sich.

Für die Öffentlichkeit ist der Turm nur gelegentlich zugänglich. Da auf die Dachplattform nur eine steile Stiege führt, und der Abschluss mit einer Klapptür versehen ist, kann aus Sicherheitsgründen kein unbegrenzter Publikumsverkehr ermöglicht werden. So beschränkt sich dieser auf gelegentliche Gruppenführungen oder bestimmte Anlässe, wie dem Tag des offenen Denkmals, wo immer nur Kleingruppen mit nach oben genommen werden. Gerade am Tag des offenen Denkmals führt dies zu erheblichen Wartezeiten, die sich jedoch nicht vermeiden lassen. Wer einmal die Möglichkeit hatte, die beengten Räumlichkeiten des Turms zu besichtigen und dann auf Cannstatt herab zu blicken, kann die Sicherheitsbedenken nachvollziehen. Der Ausblick allerdings lohnt sich.