Kalter Krieg

Als Kalter Krieg wird der Konflikt zwischen den Westmächten unter Führung der USA und dem Ostblock unter Führung der Sowjetunion bezeichnet, den diese offiziell von 1947 bis in die 1980er Jahre mit allen Mitteln austrugen. Zu einer direkten militärischen Konfrontation zwischen den Supermächten USA und Sowjetunion und ihren jeweiligen Militärblöcken kam es jedoch nicht.

Dabei wurden jahrzehntelang auf beiden Seiten politische, ökonomische, technische und militärische Anstrengungen unternommen, um den Einfluss des anderen Lagers weltweit einzudämmen oder zurückzudrängen.

Als Beginn des Kalten Krieges gilt die Irankrise: In den Jahren 1945 und 1946 versuchte die Sowjetunion, die von Kurden und Aseris bewohnten Provinzen Irans abzuspalten, um dort prosowjetische Staaten auf dessen Kosten zu etablieren. Josef Stalin plante auch, in Teheran eine kommunistische Regierung zu installieren.

US-Präsident Harry S. Truman drohte im Frühjahr 1946 Stalin mit ernsthaften Konsequenzen, bis hin zum Einsatz von Atomwaffen, wenn er seine Truppen nicht aus dem Iran abzöge. Für Präsident Truman stand außer Frage, dass die Kontrolle des iranischen Öls durch die Sowjetunion zu einer Verschiebung der Machtbalance in der Welt führen würde und die aufstrebende westliche Wirtschaft massiv beschädigen könnte.

Am 21. November 1990 wurde der Kalte Krieg formell beigelegt. In der Charta von Paris verpflichteten sich die 34 KSZE-Staaten zur Demokratie als Regierungsform und zur Achtung der Menschenrechte. Die Auflösungen von RGW und Warschauer Pakt folgten Mitte 1991. Die Zahl der Todesopfer des Kalten Krieges ist nicht dokumentiert.

Wir werden unter dieser Rubrik sukzessive einzelne Anlagen und Konzepte aus dem Kalten Krieg vorstellen.

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