Erweiterter Selbstschutz

In der Gliederung des zivilen Luftschutzes wurden in Deutschland mehrere unter-Kategorien geschaffen, wie der Behörden-Selbstschutz, der die Luftschutzmaßnahmen für Behörden regelte.

Eine weitere unter-Kategorie war der erweiterte Selbstschutz. Hier wurden alle Regelungen und Vorschriften zusammengefasst, die Einrichtungen mit Publikumsverkehr betrafen, wie etwa Gaststätten, Kinos, Theater, aber auch Kirchen und Schulen.

All diese Einrichtungen hatten für eine ausreichende Zahl an Schutzplätzen zu sorgen. Wenn diese nicht in eigenen Räumlichkeiten bereitgestellt werden konnten, sollte die Schutzplätze in Öffentlichen Luftschutzeinrichtungen bereitgestellt werden. Dies war aber nur durch eine Abstimmung mit der örtlichen Luftschutzleitung möglich. Während viele Gaststätten über Kellerräume verfügten, die zu Luftschutzkellern ausgebaut werden konnten, hatten die Betreiber von Kinos, aber auch von Kirchen teilweise erhebliche Schwierigkeiten, die entsprechenden Schutzplätze nachzuweisen, wenn die Gebäude nicht entsprechend unterkellert waren.

Bei Neubauten ab 1933 wurden Luftschutzaspekte von vorherein mit eingeplant, wie z.B. bei der 1936 im Wolfbusch errichteten Hans-Schemm-Schule (heutige Wolfbusch-Schule).