München – Hackerbrücke

Kleinbunker für Reichsbahnbedienstete unweit der Hackerbrücke. Ein Rollgitter hielt Splitter vom Eingang ab, der um 90 Grad versetzt ist.

Kleinbunker für Reichsbahnbedienstete unweit der Hackerbrücke. Ein Rollgitter hielt Splitter vom Eingang ab, der um 90 Grad versetzt ist.

Wegen ihrer weitläufigen Anlagen und der hohen Zahl an Beschäftigten hatte die Reichsbahn eine erhebliche Anzahl von Bunkern und Luftschutzräumen errichtet. In kleinen Bahnhöfen wurden häufig die Kellerräume entsprechend umgebaut. Die großen Hauptbahnhöfe verfügten in der Regel über Luftschutzkeller oder Stollenanlagen für die Bahnbeschäftigten. Für die Reisenden waren zumeist in unmittelbarer Nähe der Bahnhöfe Bunker errichtet worden.

Eine Reihe von Sonderkonstruktionen und individuellen Lösungen entstand in den Gleisvorfeldern der Bahnhöfe, bei Rangier- und Güterbahnhöfen. Eine solche Sonderkonstruktion steht noch heute im Gleisvorfeld des Münchener Hauptbahnhofs unweit der Hackerbrücke auf Höhe der Deroystrasse.

Der Kleinbunker diente Bahnmitarbeitern als Unterstand bei Luftangriffen. Er hat einen Eingangsbereich, der als Splitterschutz fungierte und eine um 90 Grad versetzte Tür. Der eigentliche Schutzraum nimmt ca. Dreiviertel des Gebäudes ein und konnte maximal 8 – 10 Personen aufnehmen. Das gesamte Gebäude misst ca. 7 mal 3 Meter.

Die Außenwand zeigt zahlreiche Spuren von Splittereinwirkungen. Eine größere Beschädigung erfuhr der Bunker aber nicht. Da das Bauwerk mitten im Gleisbett steht und den Betrieb der Bahn nicht beeinträchtigt ist es bis heute erhalten.

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