Hahnemannstraße

RBK-1940

Das Robert-Bosch-Krankenhaus kurz nach der Eröffnung 1940. Wer genau hinsieht kann die zwei Hakenkreuz-Flaggen im Eingangsbereich erkennen. Der Hang vor dem Krankenhaus wurde von der Gärtnerei Dempf bewirtschaftet. Im Hang hinter der Gärtnerei wurde 1944 der Luftschutzstollen errichtet.

In den Hang unmittelbar vor dem Robert-Bosch-Kankenhaus wurde 1944 ein Pionierstollen getrieben, dessen Zugänge in der Hahnemannstraße lagen. Der Pionierstollen mit der Nummer 252 hatte eine Fläche von 441 qm. Damit dürfte er ca. 200 m lang gewesen sein und könnte bis zu 600 Personen Schutz geboten haben. Zwar hatte das Krankenhaus Luftschutzräume in seinen weitläufigen Kelleranlagen und an der Gleisschleife der Straßenbahn am Pragsattel stand seit 1942 der Hochbunker, es ist aber davon auszugehen, dass der Stollen in der Hahnemannstraße auch vom Krankenhauspersonal genutzt wurde. Das Gelände wurde damals von der Gärtnerei Dempf bewirtschaftet. Da das Areal seit dem zweiten Weltkrieg mehrfach komplett umgestaltet wurde, ist von diesem Stollen nichts mehr vorhanden.

Bis heute hält sich das Gerücht, dass man über diesen Stollen bis unter die Industrieanlagen in der Pragstraße gelangen konnte. Dies hat freilich mit der Realität nichts zu tun. Der dortige Stollen endete unterhalb der Löwentorstraße. Eine Verbindung in Richtung Krankenhaus gab es nicht.

Das Krankenhaus genügte im Laufe der Zeit den Anforderungen nicht mehr und so wurde 1969 auf der Bergheide unmittelbar neben der einstigen Schweren Flakstellung mit dem Bau des neuen Robert-Bosch-Krankenhauses begonnen, das am 28. März 1973 eingeweiht werden konnte.