Bietigheim-Bissingen

Die Bunker der Neckar-Enz-Stellung waren seit der Intensivierung des Westwallbaus 1938 militärisch weitgehend bedeutungslos, der Ausbau der Linie war abgebrochen worden.

Nach Abschluss des Frankreichfeldzugs verlegten die deutschen Festungsplaner die neue Verteidigungsfront an die Kanalküste, an der in den kommenden Jahren der Atlantikwall entstehen sollte. Für die Bauten der Neckar-Enz-Stellung, aber auch für ihre Infanteriesperren, bestand nun kein Bedarf mehr.

Die Drahthindernisse, Panzersperren und andere Sperrmassnahmen im Gelände wurden abgebaut, um die Flächen wieder dem „landwirtschaftlichen Erzeugungskampf“, so die NS-Propaganda, zuzuführen. Für die Bunker im Bietigheimer Stadtgebiet fand sich eine neue Verwendung. Ende 1940 verfügte Bietigheims Bürgermeister Gotthilf Holzwarth die Umrüstung von 8 der Neckar-Enz-Bunker zu zivilen Luftschutzräumen.

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