Bietigheim-Bissingen

Auf dem Gebiet des heutigen Bietigheim-Bissingen wurden ab 1944 insgesamt 10 öffentliche Luftschutzstollen errichtet, dazu ein Werksluftschutzstollen der Firma Daimler Benz bei der Kammgarnspinnerei.

Man hatte sich in beiden Städten zunächst auf die ausgebauten Keller und die öffentlichen Luftschutzräume  in Gewölbekellern verlassen, bis sich ab 1943 die Erkenntnis durchsetzte, dass bei den massiven Flächenbombardements Schutzsuchende auch in bombensicheren Räumen umkommen können: Durch Verschüttung, Sauerstoffmangel oder die Hitzeentwicklung von Großbränden.

So beschlossen die Bürgermeister der Städte Bietigheim und Bissingen zusammen mit der örtlichen Industrie und der Reichsbahn den Bau von Stollen, in den Muschelkalkfelsen.

In Bietigheim:
Im Laiern
Wobachstollen
Stollen Gaishalde
Stollen Talstrasse
Stollen bei der Dreckmühle
Kammgarnspinnerei

In Bissingen:
Brandhalde
Steinbruch hinterm Liederkranzhaus
Ludwigsburger Strasse
Gewann Berg

Untermberg
Stollen unterhalb des Friedhofs

In Bietigheim standen der Bevölkerung seit 1941 auch mehrere Militärbunker der Neckar-Enz-Stellung als Luftschutzräume zur Verfügung.

Größere öffentliche Gebäude (städtische Einrichtungen, Schulen, Kirchen, Gaststätten usw.) hatten ihrerseits entsprechende Luftschutzräume zu schaffen. Auch die Unternehmen wurden zum Bau von Schutzräumen verpflichtet.

Nicht alle dieser Baumaßnahmen sind sauber dokumentiert. Für die meisten Stollen in Bietigheim sind keine Pläne erhalten. Andererseits finden sich im Archiv Unterlagen zu Projekten, die nie realisiert wurden. Hierzu gehört das Verlagerungsprojekt  der Firma SWF in den Felsenkeller oder der Stollen des Rathauses.

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