Feuerbacher Heide

Feuerbacher Heide 001

Grünanlage an der Feuerbacher Heide unterhalb der Waldorfschule. Von hier aus wurde der Stollen in den Hang getrieben.

An der Feuerbacher Heide wurde 1943/44 ein Luftschutzstollen für die Zivilbevölkerung gebaut. Er war ungefähr 750 m vom Bismarckturm entfernt. Der Stollen wurde von einer Stollengemeinschaft gegraben, also von den im Einzugsbereich wohnenden Familien und Privatpersonen, angeleitet von Angehörigen der Partei.

Er verfügte über drei Zugänge, die von der Grünanlage, bzw. der Feuerbacher Heide aus in den Hang gegenüber der Villa Levi in den Hang getrieben wurden, sowie einen Zugang an der Ganghofer Straße. Die Anlage wurde wie ein kleines Gitter in den Hang bis zur Waldorfschule getrieben, ein Stollenteil führte bis unter das Gebäude an der Ganghofer/Rudolf-Steiner-Straße. Über den Stollen ist wenig bekannt. Es existiert vom Bau ein Foto, das ausschließlich Frauen bei Erdarbeiten an einem Zugang zum Stollen in der Grünanlage gegenüber der Villa Levi zeigt.

Es ist davon auszugehen, dass der Stollen wie die meisten Pionierstollen dieser Zeit innen mit Holz ausgebaut war, elektrisches Licht und Trockentoiletten hatte. Die Grundfläche mit 846 qm war beachtlich. Damit dürfte der Stollen über 1.000 Menschen Platz geboten haben. Angesichts der zahlreichen Stollen in der Umgebung der Feuerbacher Heide lässt sich der Aufwand nicht allein mit der hohen Gefährdung der Wohngebiete auf dem Kamm des Kräherwalds bei Luftangriffen erklären, sondern wohl auch durch den Schulkomplex.

Der Stollen existiert heute nicht mehr. In der Grünanlage zwischen Waldorfschule und Villa Levi deutet auf die Anlage nichts mehr hin.