1. Weltkrieg

Das Bild des 1. Weltkriegs ist vor allem durch die Schauplätze der großen Schlachten und des jahrelangen Stellungskrieges geprägt. Durch die Erfindung des Luftschiffs und des Flugzeugs konnte der Krieg aber erstmalig auch weit hinter die Fronten getragen werden. Zwar waren die von den Militärs erhofften unmittelbaren Auswirkungen von Luftangriffen auf gegnerische Städte an den Fronten praktisch nicht spürbar.

Doch die gesamte Luftschutzdiskussion der 1920er und 30er Jahre basierte auf den Erfahrungen des 1. Weltkriegs und so zogen alle europäischen Staaten mit Luftschutzkonzepten in den 2. Weltkrieg, die nur bedingt der rasanten Entwicklung der Luftwaffen gefolgt waren.

Die Mobilisierung der „Heimatfront“, also z.B. die Dienstverpflichtung der Zivilbevölkerung für die Kriegsproduktion, das Transportwesen und andere kriegswichtige Tätigkeiten im 2. Weltkrieg basierte ebenfalls auf den Erfahrungen der Jahre 1914-1918. Während in England die Produktion ab 1939 in erheblichem Umfang auf Kriegswirtschaft umgestellt wurde, scheute sich das NS-Regime mit Blick auf die Hungersnot während des 1. Weltkriegs lange Zeit, die Produktion von Konsumgütern zugunsten der Kriegswirtschaft drastisch herunterzufahren.

Und auch das gehörte zum Bild der Heimatfront im 1. Weltkrieg: Zwangsarbeiter, die z.B. ganz selbstverständlich auf Baustellen eingesetzt wurden.