Löud – Schreiberstraße

 

Die Geschichte von Löud ist vor allem auch die Geschichte von Martin alias Mats Kimalainen, der seit Mitte der 1980er Jahre in der regionalen Rockszene aktiv ist.

1985 bis 1995 spielte er Gitarre in der Rockband Riff Raff, die eigene Songs mit englischen Texten komponierte und es durch zahlreiche Auftritte zu einiger Bekanntheit in der Region brachte. 1995 benannte sich die Band nach Wechseln im Line-up in Lloyds Falls um. Auch der Stil der Band änderte sich, es dominierte nun Southern Rock. Das Konzept, eigene Songs mit englischen Texten zu schreiben, blieb jedoch unverändert.

1992 wurde der Bunker in der Schreiberstraße vom Bundesamt für Zivilschutz für zivile Nutzungen geöffnet. Manche Räumlichkeiten wurden als Lager vermietet, es zogen aber auch schon bald Musiker in den Bunker, die dort Räume zum Proben einrichteten.

Auch LLoyds Falls mieteten sich im Bunker ein. Da die Räume nur 6 qm Grundfläche aufweisen, mietete die Band zwei Räume und brach die Zwischenwand aus 40 cm dickem Ziegelmauerwerk heraus. Damit verdoppelte sich der Proberaum auf 12 qm Grundfläche.

Lloyd Falls entwickelten sich im Laufe der Zeit musikalisch immer mehr in Richtung Gothic, eine Metamorphose, die vor allem von ihrem damaligen Bassisten motiviert wurde, der melancholisch-düstere Gedichte & Texte schrieb. Dem musikalischen und textlichen Wandel entsprechend beschloss die Band eine erneute Umbenennung. Der neue Bandname Seelenlos lehnte sich bewusst an die aufkommenden Strömungen der neuen Neuen Deutschen Härte und benachbarter Stilrichtungen an.

Nach dem Ausstieg des Sängers im Jahr 2000 übernahm der damalige Sound-Engineer Tom Clutter den Gesang und 2005 auch die Position des scheidenden Bassisten.

Allerdings war der Band mit dem Bassisten auch der Texter abhanden gekommen, den Tom nicht auch noch ersetzen konnte. Die gemeinsame Begeisterung des Trios für Motörhead führte zur Idee, als Motörhead Cover-Band weiterzumachen.

Anfang 2011 kam die Band mit dem Stadtjugendring und der Forschungsgruppe Untertage und deren Projekt „Bunker-Rock“ in Kontakt. Die Organisatoren waren sich schnell einig, dass die Band im Rahmen des „Bunker-Rock“-Festivals spielen sollte.

Am 14.12.2011 standen Seelenlos in der Röhre auf der Bühne. Da am folgenden Tag eine Band kurzfristig ausfiel, spielte die Band am 15.12. dort gleich noch einmal.
Nach den Auftritten in der Röhre arbeitete die Band konsequent an ihrem Set und bemühte sich um weitere Auftritte.

Bald zeigte sich jedoch, dass der langjährige Schlagzeuger Volker Gegenheimer aus gesundheitlichen Gründen kein komplettes Live-Set mehr spielen konnte. Für ihn stieg 2013 Steve Kilemåll in die Band ein. 2015 erfolgte die jüngste Umbenennung: Da der Name Seelenlos zu einer Motörhead-Coverband nicht passt, beschloss die Band sich in Löud umzubenennen. Unter diesem Namen sind sie inzwischen regelmässig live zu sehen, auch im weiteren Umkreis von Stuttgart.

Das Cover der zweiten Motörhead-LP zeigt die Band in einem deutschen HE 111-Bomber. Für die britische Band war der deutsche Bomber immer auch ein Symbol für den britischen Widerstand im Krieg gegen Hitlers Wehrmacht. So lag es für Löud nahe, bei einem Besuch des Technikmuseums in Sinsheim einen Fototermin mit einer HE 111 zu machen. Der Bunker Schreiberstraße diente knappe vier Jahre als Luftschutzbunker. Seit über 25 Jahren entsteht dort Musik.

Die Band hat eine eigene Homepage, auf der sie auch Hörproben anbietet.

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