Luftverteidigung

Bereits unmittelbar nach Beginn des 1. Weltkriegs wurden von den kriegführenden Mächten die Städte der Gegner zu Angriffszielen erkoren. Mit Flugzeugen konnten Bomben weit hinter die feindlichen Linien transportiert und dort abgeworfen werden.

Neben möglichen Schäden an Betrieben der gegnerischen Rüstungsindustrie sollten auch die Wohngebiete der Arbeiter in diesen Betrieben getroffen werden, um so die Produktivität der Rüstungsindustrie zu beeinträchtigen. Neben Produktionsausfällen durch Alarme und Luftangriffe versprach man sich auch eine Schwächung der gegnerischen Kampfkraft an der Front. Denn jedes Maschinengewehr und jede Kanone mitsamt ihrer Bedienungsmannschaft, die nun zum Luftschutz in der Heimat eingesetzt wurde, würde an der Front fehlen.

Bereits im 1. Weltkrieg zeigte sich, dass der Effekt der Luftverteidigung in der Heimat auf die Front praktisch nicht spürbar war, obwohl der Aufwand für die Luftverteidigung der Städte exponentiell gestiegen war.

In den 1920er und 1930er Jahren war klar, dass der Luftverteidigung in einem künftigen Krieg eine ganz erhebliche Rollen zukommen würde.

Aus den ersten spezialisierten Kanonen zur Flugzeugbekämpfung wurde eine eigene Waffengattung mit Schwerer Flak, Mittlerer und Leichter Flak, der Scheinwerfer und Horchgeräte, bald auch schon elektronische Messgeräte zugeordnet waren und in Deutschland das FluKo.
Hinzu kamen zahlreiche passive Massnahmen wie Seil- und Ballonsperren, Tarnnetze, Tarnanstriche, die Abdeckung von Gewässern, künstliche Vernebelung und Scheinanlagen.