Hagsfeld

Die Batterie Hagsfeld ist durch ein Luftbild gut dokumentiert. Das Luftbild zeigt eine Doppelbatterie, deren Batteriegelände nördlich und südlich des Pfinzentlastungskanals östlich der Hauptstraße und der heutigen Bahnlinie mit der Schleife der S2 lag. Es erstreckte sich bis zu dem östlich gelegenen Wäldchen. Im Norden reichte es bis zum heutigen Büchig.

Zwei Bauwerke der Stellung lagen dort im Bereich der heutigen Turmbergstraße/Durlacher Weg bzw. Turmbergstraße / Alte Bach Weg. Ein weiteres Bauwerk befand sich an der heutigen Stelle Breisgaustraße / Baarweg.

Wann die Batterie errichtet wurde, ist noch Gegenstand von Forschung. Es spricht einiges dafür, dass die Luftwaffe 1943 zunächst die Stellung südlich des Pfinzentlastungskanals anlegte. Dort wurden feldmässig fünf Schwere Flugabwehrkanonen kreisförmig aufgestellt, und die sechste in der Mitte dieses Kreises.

Im Gewann Lachäcker ist auf dem Luftbild eine zweite Schwere Flakbatterie zu sehen. Die Kanonen standen in zwei 3er-Reihen im Bereich zwischen dem heutigen S-Bahngleis und den Gebäuden am Lachäcker. Die Batterie nahm allerdings das gesamte Areal der heutigen Lachäcker zwischen dem Kanal und Büchig ein. Hier standen die Baracken und Unterstände und auch eine Stellung der Leichten Flak zum Schutz gegen Tiefflieger. Auf halber Distanz zwischen der Hauptstraße und dem Waldstück war eine Brücke über den Kanal angelegt worden, die die beiden Batterien miteinander verband.

Vom Oktober 1943 bis Mai/Juni 1944 lag hier die 3./s. 458. Es ist die einige Einheit, die bislang eindeutig dieser Stellung zugeordnet werden konnte. Möglicherweise war sie die erste Flakbatterie die hier stationiert wurde.

Die nördliche Stellung könnte als Erweiterung zu einem späteren Zeitpunkt hinzugekommen sein. Die Anordnung der Kanonen wie die Punkte der 6 auf einem Würfel ist jedenfalls vermehrt bei Stellungen zu finden, die durch zusätzliche Verbände, oft aus der Heimatflak oder des RAD verstärkt und so zur Doppel- oder Großbatterie ausgebaut wurden.

An der Brücke der Hauptstraße über den Pfinzentlastungskanal sind noch heute die Reste der Sperren erhalten, mit denen die Straße blockiert werden konnte. Diese Sperre war Bestandteil der Befestigungsanlagen des Westwalls in Karlsruhe.

Die Halterungen zur Sperrung der Hauptstraße bei Hagsfeld waren Bestandteil der Westwallbefestigungen. Nur 50 m entfernt entstand 1943 die Stellung der Schweren Flak.