Museumsbunker Ro1 Bissingen

Bereits in der Weimarer Republik entstanden Planungen für eine Landesverteidigung mit Befestigungsbauwerken. Die Auflagen des Versailler Vertrags gestatteten Deutschland allerdings keine großen Festungsbauten. Auch schwere Bewaffnung fiel unter den Bann der Siegermächte. Da zudem ein Sicherheitsabstand zur französischen Grenze einzuhalten war, wurde die Verteidigungslinie von Stuttgart bis zum Odenwald entlang von Neckar, Enz und Wetterau geplant.

1935 wurde die Pläne weitgehend unverändert umgesetzt. Es entstanden 450 Bauwerke allein im Rahmen der Neckar-Enz-Stellung. Die meisten wurde nach dem Krieg zerstört oder zumindest übererdet. Der Museumsbunker Ro1 in der Bissinger Brandhalde (hinter dem Werk der Fa. Parker gelegen) war übererdet, aber nicht gesprengt worden.

Das Bunkermuseum präsentiert die Geschichte der Neckar-Enz-Stellung, den Alltag der Soldaten vor dem Kriegsausbruch, und auch wie man sich zum Zeitpunkt der Errichtung der Neckar-Enz-Stellung einen Verteidigungsfall vorstellte.

Zusätzlich bieten die Museumsbetreiber auch immer wieder Bunkerspaziergänge entlang der Neckar-Enz-Stellung an. Sonderausstellungen im Bunker zu bestimmten Schwerpunktthemen runden das Angebot ab.

Der Museumsbunker hat jeweils am 1. Sonntag im April, Juli und September von 11 – 17 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.

Weitere Informationen, Bilder und eine Wegbeschreibung bietet die Homepage des Museumsbunkers http://www.museumsbunker.de.vu.