Westwallmuseum Bad Bergzabern

Ab 1936 begann die NS-Führung mit der Planung einer Verteidigungslinie, die keine Rücksicht mehr auf den Versailler Vertrag nahm. Direkt an der deutschen Grenze zu den Niederlanden, Belgien, Luxemburg und Frankreich bis hinab zur Schweiz entstanden 18.000 Bunker und Stollen. Die erste Bauphase dauerte von 1938-40. Im Rahmen des Rückzugs nach den Alliierten Invasionen in Frankreich entstanden auch noch 1944 Bauten am Westwall.

Von Herbst 1944 bis Frühjahr 1945 kam es an mehreren Abschnitten des Westwalls zu blutigen und teilweise langanhaltenden Kämpfen. Dabei wurden zahlreiche Bauwerke zerstört. Die von den Alliierten „Siegfried-Line“ genannten Stellungen konnten letztlich der gegnerischen Übermacht nicht standhalten. Wie alle deutschen Befestigungs- und Bunkeranlagen wurden auch am Westwall die meisten Bauwerke nach dem Krieg von den Siegermächten gesprengt.

Das Westwallmuseum Bad Bergzabern ist in zwei Bunkern des Regelbaus 516 eingerichtet. Bunker 1 ist ein ehemaliger Artilleriebunker, der originalgetreu wiederhergerichtet wurde. Bunker 2 dokumentiert die Entstehung des Festungsbaus in Europa bis zum Bau des Westwalls mit Schwerpunkt auf den Otterbachabschnitt zwischen Bienwald und Pfälzerwald. Ein zweiter Schwerpunkt dokumentiert den Alltag der Zivilbevölkerung im Otterbachabschnitt vor, während und nach dem Krieg.

Das Westwallmuseum bietet geführte Wanderungen im Otterbachabschnitt und an der Maginotlinie an. Materialien für Spaziergänge auf eigene Faust sind ebenfalls erhältlich.

Die Öffungszeiten sind von März bis Juni am 1. Sonntag im Monat und an Feiertagen, vom Juli bis Oktober an allen Sonn- und Feiertagen, jeweils von 10 – 16 Uhr.

Der Eintritt beträgt für Erwachsene 2,00 EUR, mit Führung 3,00 EUR, für Kinder von 8 – 14 Jahren 1,50 EUR.

Weitere Informationen, Bilder und eine Wegbeschreibung finden Sie auf der Homepage des Museums www.otterbachabschnitt.de.