Brettspiele

Das Spiel „Schiffe versenken“ oder „Seeschlacht“ wurde wahrscheinlich in 19 Jahrhundert erfunden, und war wegen seiner Einfachheit seither vor allem auch bei Schülern und Studenten beliebt. Der Luftkrieg entwickelte sich zeitlich um den Ersten Weltkrieg zu einem weltweit bekannten Phänomen und war als Thema komplexer in ein Brettspiel umzusetzen. Dennoch gab es in Deutschland verschiedene Spiele zum Thema, die sich auch in ihrer Aufmachung und Ausstattung unterschieden.

Die Zeitschrift „Der Adler“ (Selbstbeschreibung: „Die große Luftwaffen-Illustrierte“) brachte selbst ein recht einfaches Luftkampfspiel heraus, das den Anspruch erhob, überall gespielt werden zu können. Statt eines Würfels war ein Papprädchen aufmontiert. Die Flugzeuge waren an den Ecken aufgedruckt „und wer die Kampfflugzeuge […] nicht ausschneiden will, nimmt Münzen, kleine Steine, Muscheln oder was gerade zur Hand ist.“

Unter der Bezeichnung „Adler-Luftkampfspiel“ erschien ein komplexeres Spiel (Nummer 101), sowie unter der Nummer 102 das „Adler-Luftverteidigungsspiel“ beim Verlag Hugo Gräfe in Dresden. Das „Luftverteidigungsspiel“ war laut Spielanleitung von einem Offizier der Luftwaffe entwickelt worden, was nicht unrealistisch scheint. Das Spiel enthält eine Reihe von Risiken, die einem Bomber beim Feindflug begegnen können. Es gab auf dem Spielfeld verzeichnete Pannenfelder, es gab die Möglichkeit eines Abschusses durch ein gegnerisches Flugzeug, die Kollision mit einem Sperrballon oder den Abschuss durch gegnerische Flak. Konnte der Bomber all diesen Risiken ausweichen und das gegnerische Zielgebiet erreichen hatte er die Chance durch einen Farbwürfel ermittelte Bombenwirkung zu erzielen, die als Erfolg verbucht werden konnte.

Alle „Adler“-Spiele waren für zwei Spieler konzipiert.

Im Laufe des Krieges änderten sich die Themen. Das Spiel „Jagd auf Kohlenklau“ thematisierte Energieverschwendung. Gas, Licht, Heizung etc. sollten nur soweit verbraucht werden, wie unbedingt nötig, und von Privathaushalten am besten nicht zu Zeiten, in denen die Rüstungsindustrie am meisten Energie benötigt.

 

 

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