Kampf um Eibensbach und Cleebronn

Am 06. und 07. April 1945 standen sich im Zabergäu deutsche und französische Truppen gegenüber. Auf französischer Seite kämpfte das 3. Algerische Schützenregiment unterstützt von 5 Jagdpanzern. In Frauenzimmern wurde die Zaberbrücke am 06.04. gegen 13 Uhr von deutschen Pionieren gesprengt. Mit Einbruch der Dämmerung zog die Wehrmacht in Richtung Cleebronn ab. Gegen 20:30 h rückten französische Soldaten in Frauenzimmern ein.

Am darauffolgenden Tag erfolgte der Vorstoß gegen Eibensbach von Güglingen aus. Bei strahlend blauem Himmel und frühlingshaften Temperaturen arbeiteten sich die französischen Soldaten den Straßengräben entlang auf das Dorf vor, das sie infolge seiner Lage hinter einer Kuppe nicht einsehen konnten. Von der Kuppe aus erfolgte erster Beschuss durch deutsche Beobachter. Die Franzosen brachten daraufhin bis 11 Uhr Granatwerfer und Maschinengewehre in Stellung und warteten auf die Jagdpanzer. Diese trafen um 12:30 h ein. Gegen 14 Uhr formierten sich die Franzosen zum Angriff und gingen mit Unterstützung der Jagdpanzer gegen das Dorf vor, das von den Granatwerfern und den Panzern unter Feuer genommen wurde.

Die Deutschen hatten sich inzwischen in den Wald südlich Eibensbachs zurückgezogen und eröffneten von dort das Feuer. Den 7,62 cm-Granaten der französischen Jagdpanzer hatten sie aber wenig entgegenzusetzen. Dennoch belegten sie die inzwischen im Dorf eingerückten Franzosen mit Granatwerferfeuer. Kurz darauf begann auch deutsche Artillerie zu schießen. Sie hatte allerdings keinen Beobachter mit Blick in das Dorf, so dass der Beschuss ungezielt und wirkungslos blieb. Dies schien den Kanonieren auch schnell klar geworden zu sein. Der Beschuss hörte bald wieder auf. Die deutschen Soldaten zogen sich zurück.

Hartnäckigeren Widerstand erfuhren die Franzosen in Cleebronn wo der Vorstoß des 2. Bataillons der Algerier am Spätnachmittag des 07. Aprils zum Erliegen kam. Auch ein Versuch Cleebronn in südwestlicher Richtung zu umgehen scheiterte. Seit 10:30 h des Samstagmorgens lag Cleebronn bereits unter Artilleriebeschuss. Infolge des anhaltenden Widerstands nahmen die Franzosen von einem weiteren Vorstoß zunächst Abstand. Stattdessen belegten sie den Ort bis etwa 2 Uhr nachts mit Artillerie. Ca. 300 Granaten schlugen im Ort ein. 8 Gebäude wurde vollständig zerstört, zahlreiche Gebäude beschädigt. Dem Beschuss fielen sechs Einwohner zum Opfer. Im Schutz der Dunkelheit zogen sich die deutschen Soldaten in der Nacht auf den 08.April zurück. Um 6 Uhr morgens rückten die Franzosen in Cleebronn ein.

Auf deutscher Seite starben in Frauenzimmern ein Soldat, in Eibensbach 6 Soldaten, in Cleebronn 3 Soldaten und 6 Zivilisten. 103 deutsche Soldaten gerieten in Gefangenschaft.
Die französische Seite bezifferte Ihre Verluste mit 12 Toten und 17 Verwundeten.

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